- Schnell verdauliche Stärke
(Bsp: Gekochte Nahrungsmittel) - Langsam verdauliche Stärke
(Bsp: Die meisten rohen Lebensmittel) - 3.Resistente Stärke
(Bsp: Manche rohen Lebensmittel, gekochte und dann wieder erkaltete Lebensmittel)
Verdauliche Stärke wird beim Abbau einer enzymatischen Spaltung
unterzogen. Endprodukte sind Glucose (Einfachzucker), Maltose
(Zweifachzucker) und Oligosaccharide (Mehrfachzucker).
Glucose kann direkt in die Darmschleimhaut aufgenommen werden,
Zweifachzucker (Maltose, Lactose, etc.) werden durch Disaccharidasen (in
der Darmschleimhaut) gespalten und aufgenommen, Oligosaccharide werden
von anderen Glucosidasen weiter gespalten und erst dann aufgenommen.
[Siehe auch Kohlenhydratverdauung]
Die resistente Stärke hingegen ist (wie der Name schon sagt) resistent gegen
Verdauungsenzyme.
Sie ist damit den Ballaststoffen ähnlich, die auch relativ resistent gegen menschliche Verdauungsenzyme sind.
Bei der "Ähnlichkeit" verwundert es auch nicht, dass die Existenz von resistenter Stärke bei der Suche nach einer
Methode zur Bestimmung von Ballaststoffen gefunden wurde.
Definiert werden kann resistente Stärke als:
Resistente Stärke findet sich als unverdauliche Stärke in rohem Gemüse,
gemahlenen Körner und Samen, als resistente Stärke in rohen Kartoffeln und
z.B. Bananen, sowie als retrogradierter Stärke z.B. in gekochten und dann
erkalteten Kartoffeln, "altbackenem Brot" und Cornflakes.
Die retrogradierte Stärke scheint die für die menschliche Ernährung
bedeutendste zu sein.
Merkmal der retrogradierten Stärke ist, dass die Erhitzung und anschließende
Erkaltung erst zur Bildung der resistenten Stärke führt.